Mit sich selbst befreundet sein

Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst

Kurzinformationen

 

Wilhelm Schmid

Mit sich selbst befreundet sein

Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst

Suhrkamp-Reihe "Bibliothek der Lebenskunst"

Frankfurt/M. 2004, 3. Auflage 2004

433 Seiten, 19 Euro 80

ISBN 3-518-41656-1

Übersetzung: Niederländisch (2004, 3. Auflage 2006)

Taschenbuch 2007, 5. Auflage 2012, 467 Seiten, 12 Euro

ISBN 978-3-518-45882-2

 

Einst hielt es die Philosophie für ihre vornehmste Aufgabe, Menschen zu einem bewussten Verhältnis zu sich und ihrem Leben anzuleiten – um auch zu einem angemessenen Umgang mit anderen in der Lage zu sein. Die moderne Philosophie hat darauf weitgehend verzichtet, als verstünde sich der Umgang mit sich von selbst; als könne nur der Umgang mit anderen ein seriöser Gegenstand der Ethik sein. Schmid knüpft an die große Tradition der Philosophie wieder an: „Mit sich selbst befreundet sein“, davon sprach schon Aristoteles. „Lebenskunst im Umgang mit sich selbst“: Das ist die Tradition Senecas, Montaignes und Nietzsches. Heute erscheint das Selbst als wunder Punkt im Geflecht der Zeit, als größte Schwachstelle der modernen Gesellschaft. Es hat sein Selbstverständnis verloren, das aus vormoderner Tradition, Konvention, Religion stammte und noch weit in die Moderne hineinragte. Schmids Buch handelt vom Umgang mit sich selbst und wie er erlernt werden kann, ausgehend von der existenziellen Erfahrung der Angst und der möglichen Antwort darauf. Kaum ein Aspekt wird dabei außer Acht gelassen. Seit langem hat kein Philosoph mehr so gründlich und umfassend, so systematisch wie poetisch über das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst nachgedacht. Zugleich ist ein Buch über die „Frage nach dem Sinn“ daraus geworden, von der moderne Menschen so sehr umgetrieben werden. Ein Vademecum für das Leben in moderner Zeit, um den Umgang mit sich selbst neu zu gestalten und zum Ausgangspunkt für die Arbeit an einer andersmodernen Gesellschaft zu machen.